Nix! Jedenfalls nicht auf internationaler Ebene. Jedes andere Land auf der Welt wäre froh, wenn es solche Offensiv-Künstler für seine Nationalmannschaft hätte wie Brasilien. Nur Brasilien nicht.

Hätten Sonny Anderson, Mario Jardel, Adriano, Giovanne Elber, Adailton (nicht Ailton!!), Tulio, Wagner Love, Hulk eine andere Staatsbürgerschaft, wären sie Nationalhelden. So sind sie aber nur Mittelstürmer – und dieses Wort gilt in Brasilien als Schimpfwort. „Mittelstürmer“, das hat für die filigranen Zuckerhütler den muffigen und verhassten Geruch von Kopfballpendel, Carsten Jancker und der Geschmeidigkeit eines Kachelofens.

Das Klischee in Brasilien: Mittelstürmer sind sie nur geworden, weil sie auch noch zu blöd waren, sich Torwarthandschuhe anzuziehen. Sie können nicht dribbeln, können nicht passen und elegant sind sie auch nicht.

Darum fahren alle Nase lang solche Pappnasen wie Denilson, Robinho oder Bebeto zu WMs, selbst wenn sie die ganze Saison nur Rotze gekickt haben oder (wie Bebeto 1998) ihren Zenit schon längst überschritten haben.

Komisches Land…

 
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